Mark Tanner tritt im Donau-Ries-Kreis für die FDP an

Der FDP-Kreisvorsitzende Dr. Mark Tanner kandidiert für das Amt des Landrats im Landkreis Donau-Ries. Der 61-jährige niedergelassene Arzt aus Nördlingen wurde einstimmig nominiert und tritt zugleich erneut für den Kreistag an, dem er seit 2020 angehört, wie er in einer Pressemitteilung bekannt gibt.

„Aus der Bevölkerung habe ich zahlreiche Aufforderungen zur Kandidatur erhalten“, erklärt Tanner. „Als Kandidat der FDP setze ich mich gleichermaßen für eine starke Wirtschaft, das Wohlergehen jedes Einzelnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sind dafür unverzichtbar.“ Reformen müssten aus der Mitte der Gesellschaft kommen, nicht von den politischen Rändern, betont Tanner. Demokratie müsse erkennbar und wirksam bleiben – nur so behalte der Landkreis seine Stärke und Attraktivität. Tanner ist ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht München und lebt mit seiner Familie in Nördlingen.

Mark Tanner tritt im Landkreis Donau-Ries als Landratskandidat an

Ein zentrales Anliegen sei die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Dazu gehörten der zügige Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes sowie die Sanierung beschädigter Kreisstraßen. Der Anschluss an den Augsburger Verkehrsverbund (AVV) müsse konsequent umgesetzt, die Hesselberg- und Dombühlbahn weiter ausgebaut werden. Auch die bessere verkehrliche Anbindung der Standorte Oettingen und Wemding sei notwendig. Als besonders dringlich bezeichnet Tanner den Bürokratieabbau: „Ohne spürbare Entlastungen wird das derzeit hohe Wohlstandsniveau mittelfristig nicht zu halten sein.“ Zudem setzt er auf Digitalisierung sowie den Ausbau nachhaltiger Energieversorgung und -produktion.

Des Weiteren stehe die FDP für eine wohnort- und bürgernahe medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Genauso müssen die Krankenhäuser und Seniorenheime im Kommunalunternehmen (GKU) erhalten und weiterentwickelt werden. Als Arbeitgeber im Gesundheitswesen will er sich für gute Arbeits- und Lohnbedingungen in der Pflege einsetzen.
Telemedizin, Robotik und Digitalisierung könnten unterstützen, betont Tanner in der Mitteilung. „Sie ersetzen jedoch nicht die klinische Untersuchung, die Pflege in Präsenz und das vertrauensvolle Gespräch zwischen Behandelnden und Patienten“.

Mark Tanner spricht sich für mehr Windernergie im Landkreis Donau-Ries aus

Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, sollen Schutz finden – „fair, human und im Rahmen unserer Möglichkeiten“. Gleichzeitig fordert er zügige Asylverfahren und die konsequente Umsetzung geltenden Rechts. Kommunen dürften nicht überfordert werden, Bund und Land müssten für ausreichende Finanzierung sorgen. Integration gelinge vor Ort – durch Sprachförderung, Bildung, Arbeit und ehrenamtliches Engagement. „Vereine, Feuerwehren und Initiativen leisten hier Enormes und verdienen unsere Unterstützung.“

Bezüglich der Energieversorgung des Landkreises, der seinen Stromverbrauch nahezu vollständig aus erneuerbaren Energien decke, gelte es, dieses Niveau zu halten – insbesondere angesichts auslaufender Förderungen. Hier will Tanner durch Vermittlung und Unterstützung mit Anschlussförderprogrammen gegensteuern. Dabei müsse auch die Errichtung von Windenergieanlagen im Landkreis im größeren Umfang als bisher ermöglicht werden. Tanner will sich für die Verkürzung von Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren einsetzen. Vorbild sei der kommunale Energiepark in Fuchstal, der durch die intelligente Kombination von Sonne, Biomasse, Wind und Wasser ein Vielfaches seines Eigenbedarfs erzeugt. Die Solarflächen auf Dächern von Wohnhäusern, Firmen und kommunalen Gebäuden sollten erhöht werden. Der Einsatz von Flusswasser-Wärmepumpen müsse in das Energiekonzept mit einbezogen werden, so Tanner. (AZ)